Ich weiß, dass die Frage eigentlich unlösbar ist, aber es interessiert mich, was andere Leute davon denken. Klingen „die Vibe“ und „das Vibe“ schlecht für euch? Hat jemand irgendeine Ahnung zur Etymologie?

Für Kontext, es gibt ein paar Regeln für das Genus fremder Worte (wer möchte, kann weiter scrollen):

  1. Wenn die Form des Wortes im Deutschen existiert und immer das gleiche Genus hat, hat das Wort normalerweise dasselbe Genus, z.B. die Shrinkflation.

  2. Fremdwörter die Synonyme auf Deutsch haben, kriegen das Genus dieses Synonyms, z.B. heißt es der Post, weil „post” synonym für „Beitrag” ist.

  3. Fremdwörter sind einfach neutral, z.B. das Banjo.

„Vibe” kommt von der englischen Abkürzung für „vibration“, welches auf Deutsch weiblich wäre. Deutsche Synonyme dafür sind meistens weiblich, z.B. die Stimmung, die Laune, die Schwingung, die Atmosphäre…

Gibt es vielleicht andere Eindeutschungsmöglichkeiten?

        • idiomaddict@feddit.deOP
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          13 days ago

          Stimmt! Ich bin nicht Muttersprachler und deswegen interessiert es mich, was die Gruppe hier denkt (aber ich höre gerne auch von Nichtmuttersprachlern, da es oft ein Muster gibt, welches Muttersprachler nicht erkennen müssen, um das korrekte Genus zu verwenden) 😅

          • crispy_kilt@feddit.de
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            13 days ago

            Genauso is es. Das wurde bestätigt durch ein Experiment. Es wurden Wörter erfunden die nicht existieren und dann Muttersprachler gebeten den Genus zu erraten. In erstaunlich vielen Fällen, 80% oder so, waren sie sich einig. Es gibt anscheinend ein Muster mit dem Klang des Wortes. Es ist aber nicht immer zuverlässig und die Regeln sind auch zu kompliziert, als dass es Fremdsprachlern als Regel beigebracht werden könnte.

            • idiomaddict@feddit.deOP
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              13 days ago

              Genau deswegen wollte ich euch fragen! Noch wenn das Muster nicht erkennbar ist, könnte ein ähnliches Wort euch immer einfallen 😊

              Fortgeschrittene Deutschlernende verinnerlichen diese Muster auch, wobei sie die Ausnahmen nicht immer berücksichtigen (meine Masterarbeit wird sich auf der Vermittlung der Ausnahmen beziehen, wenn meine Dozentin das Thema genehmigt 😅).

              Meine Lieblingsausnahme ist das Wort „Lob“ (positive Kritik, nicht ein hochgespielter Ball, welcher doch „der Lob“ wäre, aber dieses Wort ist viel jünger und kommt aus Englisch). Ich hatte immer „der Lob“ gesagt, bis jemand mich korrigierte. Seitdem habe ich C1/2 Deutschlernende nach dem Genus gefragt, nur aus Neugier. Fast alle hätten auch „der Lob“ gesagt.

              Muttersprachler wissen, dass es „das Lob“ ist, aber bis jetzt wurde kein Muster erkannt. Es ist natürlich auch zu erwarten, dass es manchmal reine Ausnahmen gibt :)